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Häufig bekommen wir von unseren Kunden die Frage gestellt, wie man Energiesparlampen richtig entsorgt und was man tun soll, wenn doch einmal eine Lampe kaputt geht.

Zu aller erst wollen wir ersteinmal erklären wie eine Energiesparlampe grundlegend funktioniert und aus was sie genau besteht.

Was sind Energiesparlampen?

In Fachkreisen nennt man die Energiesparlampe auch Kompakt-Leuchtstofflampe. Sie ist eigentlich eine Leuchtstofflampe, bestehend aus mindestens zwei Glasröhren, die wiederrum durch kleinere Glasröhrchen miteinander verbunden sind.

Man unterscheidet hierbei un zwei verschiedene Arten:

1. CFLs (engl. Abkürzung für Compact Fluorescent Lamp) mit Stiftverbindungen am Sockel, die in verbindung mit einem separaten Vorschaltgerät betrieben werden müssen.

2. CFLs, bei denen das Vorschaltgerät bereits in den Sockel integriert ist. Also die klassische Energiesparlampe.

Die klassischen Energiesparlampen sind mit einem gewöhnlichen Edison-Sockel (E27, E14) ausgestattet, damit die Lampe in gewöhnliche Fassungen, wie sie in jedem Zuhause vorkommen, geschraubt werden kann.

Seit wann gibt es Leuchtstofflampen?

Der Energiesparlampe ist die normale Leuchtstoffröhre voraus gegangen. Die erste kommerzielle Vorführung einer solchen Leuchtstofflampe gab es im Jahr 1932 in New York bei einer Ausstellung der Firma General Electrics (GE). In Europa konnte OSRAM erstmals 1936 in Paris eine funtionsfähige Leuchtstofflampe vorstellen. Erst nach Ende des zweiten Weltkrieges begann die kommerzielle Nutzung und Produktion von Leuchtstofflampen.

Mitte der 80er Jahre wurde von OSRAM erstmals die Energiesparlampe auf den Markt gebracht und seit dem kontinuierlich verbessert.

Wie funktionieren Energiesparlampen und aus was bestehen sie?

Energiesparlampen leuchten nur dann, wenn Elektronen durch die Röhren fließen. Das geschicht, indem das integrierte Vorschaltgerät durch fließenden Strom, die kleinen Heizwendel an den Enden der Röhren erhitzt. Das in der Lampe enthaltene Quecksilber erwärmt sich dadurch und wird zu Gas. So verteilt sich anschließend der Stoff in der ganzen Lampe. Diesen gesamten Vorgang beschreibt man auch als Startvorgang, der als kleiner Verzögerung nach dem Anschalten und Leuchten der Lampe wahrgenommen wird. OSRAM hat es geschafft diesen Startvorgang besonders effizient und kurz zu halten und die Energiesparlampen mit der sogenannten Quickstart-Technologie ausgestattet. Die Anschaltdauer wird hier um die Hälfte der Zeit verkürzt, sodass die Verzögerung kaum noch wahrnehmbar ist.

Quecksilber und UV-Strahlung werden benötigt, damit die Energiesparlampen eine so hohe Energieeffizienz aufweisen. Jedoch gelten Sie in großen Mengen auch als gesundheitsschädlich. Die in Energiesparlampen von OSRAM verwendete Menge an Quecksilber ist jedoch sehr gering. Sie liegt überwiegend bei weniger als 2,5 Milligramm pro Lampe. Zum Vergleich: In einigen Haushalten existieren noch alte, mit Quecksilber gefüllte Thermometer. Der Quecksilberinhalt in einem einzigen dieser Thermometer würde für 300 bis 1.000 Energiesparlampen reichen.

Die erhitzten Heizwendel funktionieren nun als Anode und Kathode und geben so Elektronen in die Röhren ab. Die Elektronen stoßen dabei ständig an die in der Lampe verteilten Quecksilberteilchen und geben somit einen ganzen Stoß Energie ab. Die dabei entstehende UV-Strahlung (Ultraviolette Strahlung) ist dafür verantwortlich, dass die Lampe leuchtet. Doch reine UV-Strahlung, wie sie auch die Sonne abgibt, kann man ja bekanntlich nicht sehen. Wie wird nun Licht aus dieser ganzen Energie?

Die abgegebene UV-Strahlung muss so umgewandelt werden, dass unser menschliches Auge das Licht als solches wahrnehmen kann. Deshalb sind normale leuchtstofflampen, als auch Energiesparlamen, auf der Innenseite der Röhren mit sog. Leuchtstoffen beschichtet. Diese leuchtstoffe “schlucken” das UV-Licht und wandeln es auf eine Wellenlänge um, die für unser Auge sichtbar ist. Das so erzeugte Licht hat eine kleine Wellenlänge und sieht somit eigentlich recht grün aus. Damit wir uns in unseren Wohnzimmern nicht wie in der Geisterbahn vorkommen, werden verschiedene Leuchtstoffe miteinander kombiniert, die wiederrum andere Wellenlängen wiedergeben. Man spricht hier auch von Lichtfarben. Je nach Komibation kann man so eine warmweiße, weiße oder kalte Lichtfarbe erzeugen. Die kalte Lichtfarbe wird gern in südlichen Ländern wie bspw. Spanien oder Italien verwendet. Warme Lichtfarben hingegen erfreuen sich im nördlichen Teil der Erdkugel größter Beliebtheit. Wir wollen es eben gemütlich haben :-)

Was tun, wenn eine Energiesparlampe zerbricht?

  • Bleiben Sie ruhig! Eine Leuchtstofflampe enthält nur sehr wenig Quecksilber.
  • Wenn die Lampe in einer Leuchte zerbrochen ist, trennen Sie zuerst die Leuchte vom Stromnetz, um Stromschläge zu vermeiden.
  • Da sich Quecksilber bodennah verbreitet, sollten Kinder den Raum gleich verlassen.
  • Lüften Sie den Raum mindestens 15 Minuten. Wenn möglich, sorgen Sie für Luftdurchzug.
  • Tipp: Ziehen Sie Einweg- oder Haushaltshandschuhe an, so vermeiden Sie, sich an den Glasscherben zu schneiden.
  • Nach dem Lüften sammeln Sie alle Teile der Lampe in einem dichten Behälter (z.B. Konservenglas, Kunststoffbeutel) und verschließen diesen gut.
  • Den Behälter mit den Lampenresten sollten Sie zur nächsten Sammelstelle für Altlampen bringen (www.lichtzeichen.de). Falls Sie ihn in der Zwischenzeit lagern müssen, tun Sie dies möglichst im Freien. Energiesparlampen dürfen nicht im Restmüll entsorgt werden!


Wenn die Lampe auf einer glatten Oberfläche zerbrochen wurde (Parkett, Fliesen, Laminat, PVC, Linoleum):

  • Kehren Sie die Lampenreste z.B. mit steifem Karton auf.
  • Wischen Sie den Boden zweimal gründlich mit einem angefeuchteten Einweg-Haushaltstuch.


Wenn die Lampe auf dem Teppich oder Teppichboden zerbrochen wurde:

  • Staubsaugen Sie die Bruchstelle sorgfältig 5 Minuten bei offenem Fenster. Anschließend 15 Minuten lüften. Den Vorgang noch mindestens zweimal wiederholen.
  • Falls möglich, den Teppich draußen behandeln und ihn dort für einen Tag belassen.
  • Reinigen Sie die Bodendüse gründlich und entfernen den Staubsaugerbeutel bzw. säubern Sie den Behälter des beutellosen Staubsaugers. Lassen Sie den Staubsauger 15 Minuten draußen laufen.
  • Entsorgen Sie Staubsaugerbeutel bzw. den Staubsaugerinhalt sowie ggf. Wischtücher in der Restmülltonne, außerhalb des Wohnraums.
  • Wenn möglich den Raum weiter lüften.

Wer ganz sicher gehen möchte, greift am Besten auf die neuste und zukunftsweisende Technologie zurück: LED-Lampen. Diese enthalten keinerlei Quecksilber und geben zudem auch keine UV-Strahlung ab.

Mehr Informationen zum Entsorgen von Energiesparlampen gibt es hier.
Weitere Informationen zu LED-Lampen gibt es hier auf unserem Blog:

1:1 Ersatz für die 60 W Glühbirne durch LED: Stiftung Warentest sagt: SEHR GUT (1,3; 09/2011)

Das kleine LED-Einmaleins: Alles Wissenswerte über die neuen Lampen als Ersatz für die Glühbirne

(JS)