Das kleine LED-Einmaleins - Teil 3
Veröffentlicht: Vor 1 Jahr
In Teil 1 und Teil 2 haben wir uns mit den neuen Lichttechnologien beschäftigt. Wie funktionieren LED-Lampen & Co. und bei Vor- sowie Nachteilen haben etwas genauer hingesehen.
Wir haben auch gelernt, dass besonders die LED-Technologie sehr komplex ist. Aber mit dem Wissen um einige Grundbegriffe lässt sie sich doch gut verstehen und erklären. Das folgende Glossar soll dabei helfen. Bei der Recherche haben wir nun doch ziemlich viele Begriffe zusammengetragen - aus diesem Grund wird es noch einen vierten Teil geben für die zweite Hälfte der Begriffe von L - Z. :-)
Abstrahlwinkel
gibt an, wie breit das Licht nach vorne abgegeben wird und ist definiert als der Winkel zwischen zwei Linien, die ausgehend von der LED-Lampe die Punkte mit 50% der Maximallichtstärke schneiden.
Binning
Bei der Produktion von modernen Hochleistungs-LED sind Fertigungstoleranzen schon bei kleinsten Parameterschwankungen unvermeidlich. Die Halbleiter werden deshalb nach der Produktion entsprechend ihren Farbwerten und Wirkungsgraden sortiert und klassifiziert. Alle LEDs, die ähnliche Werte aufweisen, fallen in den gleichen “Behälter” (Bin). Je enger die Toleranzen gesetzt werden, umso höher ist die Qualität von Systemen, die aus mehr als einer LED bestehen.
Candela
(lat. für Kerze ode Talg- bzw. Wachslicht) ist die photometrische SI-Basiseinheit (Internationale Einheit) der Lichstärke und stellt die Richtungsabhängigkeit des ausgestrahlten Lichtstroms dar. (den in einer bestimmten Richtung in einen Raumwinkel ausgestralte Lichtstrom (Lumen = lm) bezogen auf den Raumwinkel (sr)). Das Einheitszeichen ist “cd”.
CRI (Color Rendering Index)
gibt die Qualitätder Farbwiedergabe von künstlichen Lichtquellen an. Im Deutschen wird CRI mit Farbwiedergabeindex übersetzt und mit Ra abgekürzt. Der Maximalwert des Index beträgt 100 und bedeutet keinerlei Verfälschung der Farben durch die Lichtquelle. Glühlampen können diesen Wert erreichen. LED-Lampen liegen typischerweise bei Ra 80, können aber auch einen Ra 90 und mehr erreichen.
Dimmbarkeit bei LED
Die auf dem Markt üblichen Dimmer (Phasenan- /abschnitssdimmer) sind meist auf Glühlampen entwickelt worden und daher auf höhere Mindestlasten (W) ausgelegt, als es LED-Lampen bieten. Daher kann es zu EInschränkungen in der Funktionalität kommen.
Driver (Treiber)
sind Schaltungen, die Netzspannung in einen kkonstanten Strom transformieren, mit dem die LEDs betrieben werden.
Farbspektrum & Definition von Farbtemperatur
Das Farbspektrum ist der Teil des elektromagnetischen Spektrums, der ohne technische Hilfsmittel über das menschliche Auge wahrgenommen werden kann (ca. 380 bis 750 nm). Die Farbtemperatur ist ein Maß für den Farbeindruck einer Lichtquelle gemessen in Kelvin (K). Bei LED-Lampen rangiert die Farbtemperatur zwischen 2.700 K und 6.500 K.
Heat Sink
ist das Gehäuse, welches der Wärmeableitung/-strahlung der LED-Lampe dient. Hier kommen thermisch sehr gut Leitende Materialien zum EInsatz, die die im Inneren der Lampe erzeugte Wärme an die Umgebung abgeben.
Infrarotstrahlung
(nahe IR-Strahlung) sind elektromagnetische Wellen im Spektralbereich zwischen sichtbarem Licht und der längerwelligen Terahertzstrahlung. Vor allem nahes Infrarot in einer hohen Dosis mit einer Wellenlänge von 780 bis 3.000 nm dringt tief in und unter die menschliche Haut und kann zu gesundheitlichen Schäden führen. OSRAM LED-Lampen geben keinerlei IR-Strahlung ab.
Kosten
Noch sind LED-Lampenin der Anschaffung teurer als andere Technologien. Über ihre Lebensdauer (ca. 25 Jahre) gerechnet sind sie aber bereits heute eine günstige Alternative zu Glühlampen und Halogenlampen.
(JS)
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(Quelle: osram.de)
